Verhaltensrichtlinien

Wofür wir stehen

Wir sind PAN – und PAN ist viele.
Weil wir durch unsere Liebe zur Phantastik geeint werden, aber alle aus  unterschiedlichen Weltenecken kommen, verfügen wir über eine breite Diversität
bei unseren Mitgliedern und deren Werken. Wir sehen dies als großen Schatz, den wir entsprechend respektvoll behandeln wollen. Bei PAN sind alle unabhängig von Geschlechtsidentität und -ausdruck, Neurodiversität, Alter, sexueller/romantischer Orientierung, Behinderung, körperlichem Erscheinungsbild, ethnischer Zugehörigkeit, Staatsangehörigkeit oder Religion willkommen. Der Verein sieht es als seine Pflicht an, auch Menschen, denen ihr kreatives Schaffen üblicherweise durch gesellschaftliche Macht- und Diskriminierungsstrukturen erschwert wird, eine Stimme zu geben und ihnen einen sicheren Raum zum Wohlfühlen zu schaffen. Um dafür eine Grundlage zu bieten, gibt es neben der Netiquette für unsere geschlossenen Online-Räume zusätzlich diese Verhaltensleitlinien.

 

Was wir wollen und was wir nicht wollen

Bei unseren Präsenzveranstaltungen und in unseren Online-Räumen lehnen wir Belästigungen und unerwünschtes Verhalten ab. Dazu gehört unter anderem:
  • Beleidigungen in Bezug auf Geschlechtsidentität und -ausdruck, Alter, sexuelle/romantische Orientierung, Behinderung, Neurodiversität, körperliche Erscheinung, ethnische Herkunft, Staatsangehörigkeit oder Religion;
  • Einschüchterung, Stalking und Verfolgung (online wie offline);
  • unerwünschter (Körper-)Kontakt (online wie offline);
  • Kommentare und Äußerungen, die herabsetzen, beleidigen oder Unbehagen hervorrufen sollen;
  • Absichtliches Misgendern (mit inkorrektem Geschlecht/Pronomen/Anrede ansprechen) und absichtliches Deadnaming (mit abgelegtem Namen ansprechen) oder mit falschem Namen Ansprechen;
  • (Fremd-)Zuweisung von Ansprachen/Pronomen/Geschlecht ohne vorheriges Sichergehen bei der betroffenen Person (oder Lesen der entsprechenden Angaben von Personen);
  • Fremd- bzw. Zwangsouting oder Aufforderung zum Outing gegen den Willen der entsprechenden Person;
  • sexuell anstößige, verstörende, herabsetzende, unerwünschte oder anderweitig unangemessene Bilder und Videos sowie Textbeschreibungen in öffentlichen und privaten Räumen im Rahmen unserer Veranstaltungen (z.B. Gewaltverherrlichung, Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Antisemitismus, Verschwörungs-Narrative, Verbreitung von Fake News etc.);
  • Befürwortung von oder Ermutigung zu einer der oben genannten Verhaltensweisen;
  • das Tragen von verfassungsfeindlichen und diskriminierenden Symbolen (eine kurze Übersicht gibt es hier). Bitte beachtet, dass wir uns vorbehalten, bei nicht verfassungswidrigen, aber unserer Gesinnung widersprechenden Symbolen eine genauere Überprüfung vorzunehmen.

Wir erwarten sowohl online als auch offline einen fairen Austausch, der im gegenseitigen Respekt erfolgt. Bitte achtet aufeinander und hört zu, wenn euch Mitglieder über verletzendes Verhalten ihnen gegenüber informieren. Unsere Verhaltensleitlinien können längst nicht alle potentiell schmerzhaften Situationen abdecken und letzten Endes ist vor allem gegenseitiges Zuhören wichtig.

Was passiert, wenn doch etwas passiert ist?

Um niedrigschwellige Anlaufstellen für alle zu schaffen, hat PAN den Kümmerkasten und die Sorgenwandler*innen ins Leben gerufen. Der Kümmerkasten ist ein Formular, das ihr hier findet und das euch erlaubt, Sorgen und Wünsche an den Verein heranzutragen. Diese werden von Sorgenwandler*innen bearbeitet – unserem Team an Menschen, das sich bereiterklärt hat, bei Schwierigkeiten mediativ und einfühlsam zur Verfügung zu stehen.

Sowohl der Vorstand als auch unsere Sorgenwandler*innen haben online und bei Präsenzveranstaltungen von PAN ein Auge auf das Wohlergehen aller Mitglieder und das Einhalten dieser Regeln.
Sollte ihren Blicken dennoch etwas entgehen, können sowohl Vorstand als auch Sorgenwandler*innen jederzeit per Mail, Direktnachricht, Kontaktformular oder (in Präsenz) in direkter Ansprache kontaktiert werden. Meldungen werden absolut vertraulich behandelt. Sollte ein Problem mit einem oder mehreren
Vorstandsmitgliedern bestehen, fungieren die Sorgenwandler*innen als Mediation.
Anderweitige Anliegen werden von den Sorgenwandler*innen an den Vorstand herangetragen, welcher dann entsprechende Konsequenzen zieht.

Niemand wird dazu aufgefordert, jemanden direkt zu konfrontieren oder die eigene Identität preiszugeben. Der Verein wird die Identität der Betroffenen bestmöglich schützen, wenn aufgrund einer Meldung Maßnahmen ergriffen werden. Einzelheiten zur Beschwerde werden nur an jene weitergegeben, die die Beschwerde innerhalb des Vorstands oder des Sorgenwandler*innen-Teams bearbeiten. Betroffene werden über die Fortschritte bei der Bearbeitung der Angelegenheit und alle eventuell ergriffenen Maßnahmen auf dem Laufenden gehalten. Die Bedürfnisse der Betroffenen werden bei der Entscheidung
über diese Maßnahmen berücksichtigt.

Eine Übersicht der aktuellen Vorstandsmitglieder ist hier zu finden, eine Übersicht der Sorgenwandler*innen hier. Bei Präsenzveranstaltungen wird im Vorhinein darüber informiert, welche Sorgenwandler*innen sich vor Ort um Anliegen kümmern. Diese erhalten auch eine entsprechende Markierung, welche bei der Aussendung der Event-Verhaltensleitlinien bekannt gegeben werden.

Nach Eingehen einer Beschwerde  wird – sofern gewünscht – zunächst das Gespräch mit den Betroffenen gesucht, dann mit den Verursachenden, um mögliche Missverständnisse ausschließen zu können. Wird wiederholt gegen die Grundsätze unserer Verhaltensleitlinien oder der Netiquette verstoßen, behält der Vorstand sich vor, weitreichendere Konsequenzen wie die Sperrung für bestimmte Online- und Offline-Räume oder Ausschluss aus dem Verein zu ziehen, um die Sicherheit der Mitglieder zu gewährleisten.

Falls ihr Ergänzungen oder Korrekturen zu unseren Verhaltensleitlinien habt, macht uns gerne darauf aufmerksam.